Acid Jazz Radio Künstlerprofil

José James

Jose JamesJosé James (* 1983) ist ein US-amerikanischer Jazzsänger. In Brooklyn mit Hip-Hop und Soul aufgewachsen, fühlte er sich nach eigenen Worten zum Jazz hingezogen, über Nat King Cole und besonders John Coltrane, dessen "Equinox" er interpretierte. Verbunden mit seinem aufkeimenden Interesse an Dichtern der "Black Arts"-Bewegung hat sich so nach eigenen Aussagen seine gesamte Auffassung von Musik geändert: "Ich liebe Hip Hop und ich liebe Soul, aber von allen amerikanischen Musikrichtungen ist Jazz für mich die tiefsinnigste und weitgefächerste."

Besonders inspiriert von Coltrane, Billie Holiday, aber auch Marvin Gaye ist José James im Jahr 2000 einer von vielen jungen Männern, die versuchen, in der New Yorker Jazzszene Fuß zu fassen. Und, wie ebenso viele andere auch, scheitert er kläglich. Frustriert und enttäuscht hängt er das Mikrofon an den Nagel. Selbst seine damalige Freundin hört ihn erst Jahre später zum ersten Mal singen und drängt ihn dazu, noch einmal den Einstieg ins Musikgeschäft zu wagen.

Dieses Mal mit größerem Erfolg: An der prestigeträchtigen New School von New York, aus deren Reihen z.B. ein Roy Hargrove entstammt, gewinnt er ein Teilstipendium. Er wechselt zwischen New York und England, wo er den Produzenten und Discjockey Gilles Peterson auf der Jazz Competition 2006 in London auf sich aufmerksam macht, bei dessen Label Brownswood 2008 sein Debütalbum "The Dreamer" mit Junior Mance am Klavier erschien. James singt darauf größtenteils eigene Kompositionen und verwendet unterschiedliche Stile vom klassischen Scat-Gesang bis zum Hip-Hop ("Park Bench People" von Freestyle Fellowship). Der Titel soll an Martin Luther King erinnern. Er spielt mit verschiedenen Rhythmusgruppen und zurzeit mit Gideon van Gelder am Klavier.

Diskographie:

  • The Dreamer (2008)

Acid Jazz Radio Sendungen

José James ist in der Sendung "Favorite Male Voices" zu hören sowie in der Basisplaylist.

Links:

José James bei Myspace.com
Offizielle Webseite
José James bei Brownswood Recordings

Videos:

 

Quellen:

Wikipedia (de), laut.de